Architekturgeschichte

 

Architektur ist der materielle Ausdruck einer Gesellschaft, deren Mitglieder sich ihre Bauten errichten und mit denen sie umgehen. Eine Geschichte der Architektur sucht den Wandel ästhetischer Erscheinungsformen, die Entwicklung unterschiedlicher Bautypen und die zunehmenden Ausdifferenzierung funktionaler Anforderungen an Bauwerke zu beschreiben. Bauwerke werden organisiert hergestellt, sie sind selbst gesetzmäßig gestaltet  und sie werden geregelt benutzt. Geschichte der Architektur heißt daher stets, sich mit der Vielfalt von Handlungskonventionen, denen alle Akteure als Architekten, Auftraggeber und Nutzer folgen, auseinanderzusetzen.

In die Lehre wird die Architekturgeschichte in den weiteren Kontext der allgemeinen Kunst- und Kulturgeschichte integriert. Studierende sollen mit dem Grundlagenwissen über das Bauen und mit den Grundbegriffen des architektonischen Denkens vertraut gemacht werden, in denen sich Baupraxis und theoretische Reflexion über Architektur zusammen schließen. Ziel ist es, den Studierenden durch einen solchen Zugang das Verständnis für die historische Prägung unserer gebauten Umwelt, aber auch für Geschichte des eigenen Berufes zu eröffnen. Eine solche systematische Perspektive ist nicht zuletzt grundlegend für die Analyse von Architektur, für eine kritische Auseinandersetzung mit der eigenen Entwurfspraxis und für die Vermittlung der eigenen Projektarbeit im Studium und im späteren Beruf.

 

 

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